Reisebericht der Afrika-Reise
1. Zadar, LDZD - 22.01.2009 - 455 NM - 3:13
Mit zwei Tagen Verspätung aufgrund sehr schlechten Wetters sind wir nun endlich auf dem Weg nach Afrika. Am Nachmittag streiften wir durch Zadar und schwelgten in alten Erinnerungen.
2. Constantine, DABC - 780 NM - 6:19
Mit Brindisi Radar wurde in der Luft eine neue Flugroute ausgehandelt, weil uns Eurocontrol wieder mal nach Sibirien schicken wollte. So erlebten wir Neapel und den Vesuv bevor uns Tunis mit 50 kt. Gegenwind und Vereisung empfing, was uns bis nach Algerien verfolgte und zu einem sofortigen Descent zwang. Nur unter Polizeieskorte durften wir zum Hotel in die Stadt weiterfahren. Die Stadt und die Umgebung sind sehr sehenswert mit all den vielen Brücken und Schluchten.
3. Ghardaia, DAUG - 335 NM - 2:40
In Ghardaia wollte uns Algier Radar nicht landen lassen, da die Sichten unter den amtlichen Minima waren. Eigenverantwortlich landeten wir trotzdem, weil hier auf uns das vorbestellte AVGAS wartete, das bis Niamey reichen muss. Am Vormittag unternahmen wir noch eine tolle Stadtrundfahrt bevor es nach Tamanrasset weiter ging.
4. Tamanrasset, DAAT - 810 NM - 4:39
Im Tiefflug ging es über die Wüste nach Tamanrasset, was richtig Spaß machte, auch wenn wir erst um 20:00 Uhr unsere Bleibe erreichten. Am nächsten Tag rumpelten wir mit dem Jeep über Stock und Stein ins Hoggar Gebirge. Hier erlebten wir eine reine Steinwüste soweit das Auge reicht. Das letzte Stück war Klettern angesagt bis wir in 2780 m die Eremitage du P. de Foucauld erreichten mit einem grandiosen Panoramablick aus dem Herzen des Hoggar Gebirges.
Tamanrasset ist größer als wir annahmen. Selbst hier am Ende der Welt lässt China grüßen mit all seinem Kitsch im Überfluss auf dem Grand Bazar und wie weltweit gibt es ein Überangebot an Kleidung einschließlich Pelzware. Wer soll das nur kaufen?
5. Agadez, DRZA - 27.01.2009 - 400 NM - 2:47
Ein letzter kurzer Flug über die Sahara führte uns nach Agadez im Niger. Somit haben wir Algerien komplett von Nord nach Süd durchflogen. In Arlit erblickten wir eine Uranmine, die uns in interessanten Farben entgegen leuchtete. Die Wüstenstadt Agadez besteht hauptsächlich aus niedrigen Lehmbauten, wie auch die vor über 400 Jahren erbaute und als Wahrzeichen des Ortes bekannte Moschee. Den stolzen Tuaregs begegnet man hier oft, aber hauptsächlich auf dem Kamel- und Ziegenmarkt. Zur Zeit, das heißt seit 2006 sind Exkursionen außerhalb der Stadt verboten, weil Waffen und Drogen aus Südamerika kommend über Dakar und Kenia weiter nach Europa geschmuggelt werden. Nun ja, wir waren die einzigen Weißen hier.
6. Niamey, DRRN - 29.01.2009 - 405 NM - 2:52
Es handelte sich um einen langweiligen Flug über die afrikanische Savanne. Nur vereinzelt sahen wir typische Dörfer. Die Menschen und der Verkehr haben sich seit unserem letzten Besuch hier in Niamey im November 2003 verdoppelt. Was das bedeutet, sollte jedem eigentlich bewusst sein. Was geblieben ist, ist der bunte landestypische afrikanische Flair.
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